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Mittwoch, 16. Dezember 2015

Besinnliche Weihnachtskarten..?

Dieses Jahr wollte ich Weihnachtskarten verschicken.
Da es mit Familie und Verwandten so viele wären und mir die Zeit zum Basteln fehlt, habe ich beschlossen, sie drucken zu lassen.

Ein Foto meiner Mädels sollte auf die Grußkarten und ein paar nette Worte.
Da wurde mir vorgeschlagen, doch mal die kartenmacherei auszuprobieren. Man findet dort viele Ideen zu jeglichem Anlass und kann seine Karte selbst gestalten. Das klang doch fein und wurde promt in Anspruch genommen.

Doch zuerst musste ich ein nettes weihnachtliches Foto meiner Mädels schiessen und das war dann widerum nicht so einfach..

Es begann mit dem Engelskostüm für Irma. Mein Plan war es, Irma als Christkind zu verkleiden und Ruby als kleinen Baby-Weihnachtsmann.

Ruby war einfach, sie hat noch keine so großen Ansprüche und trug beim Fotoshooting eine kleine Weihnachtsmann-Zipfelmütze.
Irma hingegen war schon problematischer. Zuerst kaufte ich ein Engelskostüm, das mir persönlich nicht gefiel, schneiderte es um und dann war Irma unzufrieden.
Wenn ihr neugierig auf das Kostüm seid, könnt ihr meinen Post "Die Flügel zu groß und auch nicht rosa" dazu lesen.

Schlussendlich einigten sich Irma und ich auf einen Kompromiss. Kleine Flügel und rosa Ballerina-Kleid sollte das Christkind tragen.

Geplant war, dass mir jemand hilft, die Mädels zu fotografieren.
So hätte dieser jemand die Kleinen in Pose setzten können und ich einfach drauf los fotografieren.
Doch die Zeit verging und nie hatte jemand Zeit, dann, wenn es auch mit den Kleinen gepasst hätte, also beschloss ich das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Sonst wird das ja nie was!

Vorletztes Wochenende war es dann soweit. Die Deko für das Foto war auch fertig. Dafür hatte ich leere Schachteln als Weihnachtsgeschenke verpackt. Eine sehr großen Schachtel bekam einen Deckel, darin sollte Ruby platziert werden.
Ihr hättet den Geschichtsausdruck der Verkäuferin sehen sollen, als ich ihr von meinem Plan erzählte.
Ich brauche eine große Schachtel bitte, da soll ein Baby drin Platz haben!

Um Irma zu motivieren, bestach ich sie damit, dass dies ihr ersten Job sei und sie dann natürlich dafür bezahlt werden würde. Irmas Gage waren Wassermalfarben, kleine Gummibänder und ein Block mit buntem Papier.

Ich freute mich schon riesig auf´s Fotografieren, denn ich war mir sicher, dass wir einen lustigen Nachmittag miteinander verbringen werden.

Anfangs war Irma auch ganz Feuer und Flamme. Ohne dass ich sie gefragt hätte, wollte sie dann doch nicht das Ballerina-Kleid sondern das Engelskostüm, das übrigens eh genauso aussieht, nur in weiß, anziehen. Ich war überrascht und freute mich!

Wir verschoben Möbel gemeinsam, um Platz zu machen und dekorierten das Setting..

Die Füllwatte eines Kissens sollte Schnee sein und darüber wurden die Weihnachtsgeschenke verteilt.

Weihnachtsmann Christkind

Weihnachtsmann Christkind

Weihnachtsmann Christkind

Weihnachtsmann Christkind


Das war noch alles sehr lustig und dann sollte fotografiert werden..

Ich schnappte Ruby und steckte sie in die Schachtel. Sie schaute nur überrascht und fand es Anfangs voll okay. Dann knabberte sie am Karton und untersuchte die Füllwatte.
Ich schnappte mir schnell die Kamera und bat Irma fröhlich und wie ein Engel auszusehen.

Jaja, jetzt werden sich einige am Kopf greifen. Das hat funktioniert? Nein, natürlich nicht!

Ruby schaute nie in die Kamera und Irma übrigens auch nicht. Jede machte was sie wollte.
Nach zwei Minuten hatten beide keine Lust mehr. Ruby fing an zu schimpfen, da sie es nicht schaffte aus dem Karton zu klettern und Irma fand´s auch doof..
..und ich war am verzweifeln! Aber die Fotos sollten doch so niedlich werden!! In meiner Vorstellung..

Weihnachtsmann Christkind



Das war´s dann auch schon mit fotografieren. Die Vorbereitungen dauerten Stunden und das Fotoshooting keine 2 Minuten, da ergriffen meine Models schon die Flucht.


Weihnachtsmann Christkind

Ich musste kapitulieren..
 
Irma bekam ihre Gage und war guter Dinge und Ruby durfte zurück in ihre Spielecke und war auch wieder gut gelaunt.

Enttäuscht durchstöberte ich die Fotos und entdeckte, dass tatsächlich das aller erste richtig süß war! So ein Glück in all dem Chaos!

Als Vladimir meine Fotos sah, musste er lachen und schüttelte den Kopf: Was machst du mit unseren Kindern?

..und weil er doch so ein Lieber ist, bearbeitete er das Bild, obwohl er zur Zeit der Weihnachtszeit wirklich mächtig viel zu tun hat in seinen Restaurants.


Ich hoffe, meine Kinder mögen es mir verzeihen und weihnachtliche Kostümierung gibt´s erst wieder, wenn auch die Kleinen daran Spaß finden.

So in etwa sieht das Bild für die Weihnachtskarte aus.. nur mit fröhlichen Gesichtern, die sogar in die Kamera schauen :)

Weihnachtsmann Christkind

Dazu schrieb ich einen kurzen Weihnachtsspruch:

 Das Christkind und der Weihnachtsmann
haben an Heiligabend so viel zu tun,
für all die Kinder
die währenddessen in ihren Bettchen ruhn.
So viele Gaben, 
gilt´s zu verteilen an die vielen braven Mädchen und auch Knaben.

Doch dies´ Jahr haben sie sich gedacht:
Wir lehnen uns zurück, wir haben genug gemacht!
Ho Ho, das wär doch gelacht!
 An Heiligabend werden Geschenke von Ruby und Irma gebracht!


Nun konnte ich mir aus den vielen Motiven für Weihnachtskarten auf der Seite der kartenmacherei, eines aussuchen und die Karte nach meinem Belieben gestalten.

Das ging super easy und da Familie und Verwandte verschiedene Sprachen sprechen, bestellte ich eine Anzahl auf Schwedisch geschrieben, ein paar auf Deutsch und auch auf Serbisch
Ein paar Tage später trudelten die Weihnachtskarten bei uns ein und sind schon unterwegs zu weiteren Gefilden.


die kartenmacherei

die kartenmacherei

die kartenmacherei

die kartenmacherei


In diesem Sinne wünsch´ ich noch
eine besinnliche und geruhsame Adventszeit!!





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Montag, 14. Dezember 2015

Safransbullar mit Mandelcreme-Füllung..

Letzte Woche waren wir Mädels bei meinen Eltern. Meine fleißige Mama backte lussekatter und, da der Teig für die gefüllten Safransbullar das gleiche Grundrezept hat, machte sie auch Safransbullar mit Mandelfüllung. Ich verspreche, auch wenn man keinen Marzipan (wegen der Mandelmasse) mag, diese Safransbullar schmecken echt lecker!

Ich nahm ein Säckchen voll mit lussekatter und eines gefüllt mit Safransbullar mit nach Wien.
Irma und Vladimir naschten alles innerhalb von 2 Tagen weg. Ich hab´ Irma noch nie so reinhau´n sehn. Zuerst stopfte sie sich Safransbullar rein und da die dann ja sofort weg waren, wurden lussekatter verspeist. Mit Marmelade schmeckten sie ihr besonders.
Jedenfalls soll ich von Mormor unbedingt mehr bestellen. 


Rezept



Safransbullar mit Mandelfüllung

Safransteig
500 g Milch
ca 1 g Safran (je nach Laune und Geschmack)
800 - 1000 g Mehl
50 g frische Hefe (Germ)
11 g Salz
200 g Butter
200 g vit sirap (ein weißer Glucosesirup, neutral im Geschmack. Kann man bestellen oder mit gewöhnlichen Zucker ersetzen. Der weiße Backsirup hat den Vorteil, dass der gebackene Hefeteig nicht so schnell trocken wird, länger saftig und frisch bleibt)

Mandelfüllung
350 g Butter /zimmertemperatur)
200 g Mandelmasse
90 g Zucker

Zum Bestreichen
1 Ei
1 EL Wasser


1. Mindestens einen Tag vorher den Safran und den 1/2 TL Zucker in einem Mörser kleinreiben, in einen Behälter füllen und einen Esslöffel Cognac dazu mischen. Mindestens einen Tag bis zu einer Woche ziehen lassen.

ODER

Die Milch und den Safran in einem Topf kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und gut verschlossen im Kühlschrank über Nacht stehen lassen.

2. Am nächsten Tag Milch und Safran auf 30 °C erwärmen und die Hefe darin auflösen.

3. Die warme Milch-Mischung in eine große Schüssel umfüllen und etwa die Hälfte des Mehles beifügen und mit einem Mixer etwa 5 Minuten mischen.

4. Den Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen. So hast du einen Vorteig gemacht.

5. Füge nun die Butter, den weißen Sirup und einen Großteil des restlichen Mehles zu und knete den Teig mit dem Mixer etwa 12 - 15 Minuten (da lohnt sich eine Küchenmaschine!!) 

Selten braucht man tatsächlich 1000 g Mehl - es hängt von der Art des Mehles ab - füge daher das restliche Mehl nach und nach bei, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt.

6. Füge nun das Salz bei und knete für weitere 4 - 5 Minuten.

7. Dann soll der Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 45 -60 Minuten rasten.

Mandelmasse
8. Währenddessen die Mandelmasse vorbereiten. Dazu Butter mit der Mandelmasse mischen. Ein Stückchen Butter nach dem anderen beimengen, damit sich keine Klumpen bilden.
Dann mischt man den Zucker hinein. 

9. Hat der Teig gerastet, am besten eine Hälfte des Teiges nach der anderen verarbeiten. Den Teig ausrollen und mit der Hälfte der Mandelcreme bestreichen. Den ausgerollten Teig in der Mitte übereinander klappen.



Rezept

Dann werden etwa 1,5 cm dicke Streifen abgeschnitten.

Rezept

Die Teigstreifen an beiden Enden in entgegengesetzter Richtung drehen..

Rezept

Rezept

..und überkreuz legen.

Rezept

Die beiden Enden darunter schieben..

Rezept

Rezept

..und in ein Backförmchen legen.

Rezept



10. Nun kommt ein Backblech gefüllt mit warmen Wasser in den kalten Ofen. Dazu stellt man das Backblech mit den gefüllten Safransbullar und schließt die Ofentür. Die Safransbullar bleiben so lange drinnen, bis sie ihre Größe verdoppelt haben.

11. Bevor man den Ofen auf 200 °C (gern auch Heißluft) heizt, entnimmt man das Blech mit dem Wasser und das Blech mit den Safransbullar.

12. Währenddessen das Ei mit dem Wasser verquirlen.

13. Hat der Ofen die Temperatur erreicht, werden die Safransbullar mit dem Ei bepinselt und wer will, kann noch Hagelzucker oder Mandelspäne drüber streuen.

14. Die Safransbullar 10 - 15 Minuten goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen und samt dem Backpapier gleich vom Blech ziehen - so können sie vom heißen Blech nicht noch "nachbacken".

Rezept
 

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Sonntag, 13. Dezember 2015

Luciafest und Lussekatter..

Am 13. Dezember wird in Schweden das Luciafest gefeiert.

Heute wird meist erzählt, dass das Luciafest zu Gedenken der Heiligen Lucia von Syrakus gefeiert wird, doch das Fest ist vor allem an heidnischen Traditionen und Glauben gekoppelt und so gibt es auch die Annahme, dass der Name Lucia auf Lucifer zurückzuführen sei.

Im 13. Jahrhundert galt der Julianische Kalender in Schweden und laut dieser Zeitrechnung fällt der 13. Dezember auf die Winterwende, die längste Nacht des Jahres.

Laut dem Gregorianischen Kalender fällt die Winterwende auf den 21. oder den 22. Dezember, doch auch noch Jahrhunderte später nahm der Volksglauben an, dass der 13. Dezember ein gefährlicher Tag ist, da viele übernatürliche Wesen in dieser Nacht unterwegs sind und sogar Tiere zu sprechen anfangen.
Alle Weihnachtsvorbereitungen sollten fertig sein und dies feierte man mit extra Speis und Trunk. Auch die Haustiere bekamen extra zu essen. Dieser Tag wurde auch lillejul (Kleines Weihnachten) genannt.

Da man meinte, dass in dieser Nacht übernatürliche Mächte herrschten, galt es am sichersten nicht ausser Haus zu gehen, aber auch nicht zu schlafen, sondern sich die ganze Nacht wach zu halten (lussevaka).

In der dunkelsten Zeit des Jahres beschwörte man die Mächte des Lichtes, damit das Licht wieder zurückkehren möge.
Diese Vorstellungen gekoppelt zu Licht, Dunkelheit und den Jahreswandel, sind der Ursprung für das schwedische Lichterfest am 13. Dezember.

Die Nacht des 13. Dezembers wurde auch lussinatta genannt. In dieser Nacht kam Lussi, eine Frauengestalt mit bösen Eigenschaften, ähnlich wie die eines Dämons oder einer Hexe. Lussi flog mit ihrem Gefolge (lussiferda) durch die Luft.
In manchen Gebieten, wie in Västergötland kam ein männliches Pendant, der Lussegubbe.
Erst im 13. Jahrhundert war Lussi ein bekannter Begriff in ganz Schweden.
Lussi hat nichts mit der Märtyrerin Lucia zu tun, sondern ist eine Personifikation der Zeit.
Man glaubte damals, dass in der Zeit zwischen lussinatta und Weihnachten Trolle und böse Wesen vermehrt umher trieben.
Es galt als sehr gefährlich sich während lussinatta ausser Haus aufzuhalten.
Besonders Kinder, die eine "Übeltat" begingen, mussten sich in Acht nehmen, denn Lussi konnte durch den Schornstein kommen, um jene Kinder zu entführen.
Und wenn man mit den Weihnachtsvorbereitung nicht fertig wurde, konnte Lussi Hof und Haus bestrafen.

Als das Christentum nach Schweden kam, wurden heidnische Traditionen von der Kirche natürlich untersagt.
Doch eine alte Tradtion zu ersticken ist nicht einfach und daher wurde das Fest umgewandelt und zu einem Gedenktag zu Ehren der Heiligen Lucia von Syrakus ernannt.
Der Sage nach versorgte die sizilianische Märtyrerin Christen, die in den Tiefen von Katakomben geflohenen waren, mit Nahrung. Um ihre Hände frei zu haben, trug sie in der Dunkelheit einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf.

In gutbürgerlichen Häusern feierte man schon im 17. Jahrhundert ein Luciafest, das der heutigen Tradition sehr ähnlich ist. Die älteste Tochter des Hauses schmückte sich als lussebrud (Lussebraut) in weißen langem Kleid, mit Kerzenkranz und rotem Band um die Taille.


Geschichte Rezept
Bild und Gedicht aus der Zeitung Blåklinten von November 1968


Das moderne Luciafest, so wie wir es heute kennen, fand 1927 seinen Beginn, als Stockholms Dagblad einen Wettbewerb zur Ernennung einer Lucia und folgend eine öffentliche Lucia-Prozession veranstaltete. Diese neue Sitte verbreitete sich schnell im ganzen Land, oft durch die Lokalpresse.

Die Prozession wird von einer Lucia angeführt. Lucia trägt einen Lichterkranz und ein weißes langes Kleid mit einem rotem Band um die Taille (das Band soll das Blut der Heiligen Lucia symbolisieren). Gefolgt wird sie von weiteren weiß gekleideten Mädchen, die eine Kerze in der Hand tragen. Diese Mädchen werden tärnor genannt.
Dahinter kommen sjärngossar (Sternenjungen), im weißen Kleid, mit hohem zylindrischen Hut, geschmückt mit Sternen und einem Stern in der Hand.
Das Schlusslicht bilden tomtenissar, die Kleinsten, gekleidet in rot, mit roter Zipfelmütze.

Heute wird Lucia eher weniger Zuhause gefeiert, dafür aber überall sonst, in Kirchen, Altersheimen, Krankenhäusern, Schulen, im Fernsehen usw.


Jeder Schwede kennt das Lucia-Lied auswendig und kann mitsingen, ungelogen.


Quellen:
Lussi, Tomas og Tollak: tre kalendariske julefigurar, Brynjulf Alver, 1976
Nordiska museet: Lucia 
Epoch Times
Wikipedia.se  

Bei jeder Lucia-Prozession werden lussekatter gereicht. Die gehören einfach dazu!

Geschichte Rezept



lussekatter

500 g Milch
ca 1 g Safran (je nach Laune und Geschmack)
1/2 TL Zucker
800 - 1000 g Mehl
50 g frische Hefe (Germ)
11 g Salz
200 g Butter
200 g vit sirap (ein weißer Zuckersirup, neutral im Geschmack. Kann man bestellen oder mit gewöhnlichen Zucker ersetzen. Der weiße Backsirup hat den Vorteil, dass der gebackene Hefeteig nicht so schnell trocken wird, länger saftig und frisch bleibt)

Rosinen

Zum Bestreichen
1 Ei
1 EL Wasser


1. Mindestens einen Tag vorher den Safran und den 1/2 TL Zucker in einem Mörser kleinreiben, in einen Behälter füllen und einen Esslöffel Cognac dazu mischen. Mindestens einen Tag bis zu einer Woche ziehen lassen.

ODER

Die Milch und den Safran in einem Topf kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und gut verschlossen im Kühlschrank über Nacht stehen lassen.

2. Am nächsten Tag Milch und Safran auf 30 °C erwärmen und die Hefe darin auflösen.

3. Die warme Milch-Mischung in eine große Schüssel umfüllen und etwa die Hälfte des Mehles beifügen und mit einem Mixer etwa 5 Minuten mischen.

4. Den Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen. So hast du einen Vorteig gemacht.

5. Füge nun die Butter, den weißen Sirup und einen Großteil des restlichen Mehles zu und knete den Teig mit dem Mixer etwa 12 - 15 Minuten (da lohnt sich eine Küchenmaschine!!) 

Selten braucht man tatsächlich 1000 g Mehl - es hängt von der Art des Mehles ab - füge daher das restliche Mehl nach und nach bei, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt.

6. Füge nun das Salz bei und knete für weitere 4 - 5 Minuten.

7. Dann soll der Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 45 -60 Minuten rasten.

8. Rolle kleine Bällchen in gewünscher Form aus dem Teig und lasse diese weitere 3 - 4 Minuten ruhen.

9. Rosinen für etwa 20 Minuten in kaltes Wasser legen. So trocknen sie später beim Backen nicht aus.

10. Forme die Safransbrötchen in gewünschte Form und lege sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Lussekatter haben immer diese typische S-Form mit jeweils einer Rosine in der Mitte von jeder Seite.

Geschichte Rezept

Geschichte Rezept

11. Nun kommt ein Backblech gefüllt mit warmen Wasser in den kalten Ofen. Dazu stellt man das Backblech mit den Lussekatter und schließt die Ofentür. Die Lussekatter bleiben so lange drinnen, bis sie ihre Größe verdoppelt haben.

12. Bevor man den Ofen auf 230 °C (gern auch Heißluft) heizt, entnimmt man das Blech mit dem Wasser und das Blech mit den Lussekatter.

13. Hat der Ofen die Temperatur erreicht, werden die Lussekatter 3 - 8 Minuten gebacken.

14. Währenddessen das Ei mit dem Wasser verquirlen.

15. Sind die Lussekatter goldbraun gebacken, aus dem Ofen nehmen und samt dem Backpapier gleich vom Blech ziehen - so können sie vom heißen Blech nicht noch "nachbacken".

16. Die Lussekatter sofort mit dem Ei-Gemisch bepinseln.

Geschichte Rezept

Rezept Geschichte

Frisch gebacken schmecken die Lussekatter am besten!!




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Freitag, 11. Dezember 2015

Ein Weihnachts-Mobile für meine Mädels..

Schnittmuster und Nähanleitung


Im Sommer hatten Irma und ich ein Paar Äste aus dem Park mit nach Hause genommen, um ein Mobile für´s Kinderzimmer zu basteln.
Irma durfte Holzkügelchen, Knöpfe und eigentlich alles was man auf einen Faden auffädeln kann und alles was sie auffädeln wollte, auffädeln und auf die Stöckchen hängen.

Mobile basteln fand Irma so lustig, dass wir eine Zeit lang fast jeden Nachmittag dran rum werkten, Kleinigkeiten auffädelten und abfädelten, um wieder von vorne anzufangen.
Irgendwann war der Spaß vorbei und seither liegen die Ästchen herum, ohne jemals ein fertiges Mobile geworden zu sein.

Letzte Woche nahm ich mir dann vor, die Äste zu verwenden und ein Weihnachts-Mobile als Deko für´s Kinderzimmer zu nähen.



Am Mobile hängen nun Herzen und ein Engel, der laut Vladimir aussieht, als sei er der Baumgartner Höhe entflohen.
Nja, vielleicht sollte ich aufhören, nach seiner Meinung zu fragen.. der Engel ist nicht wirr, sondern einfach nur super froh! Und die Frisur ist modern! Out-of-bed wird das genannt.. ;)


Schnittmuster und Nähanleitung

Im Kinderzimmer hat das Mobile einen guten Platz gefunden. Nun hängt der fröhliche rosa Engel im Türrahmen der großen Flügeltür zum Kinderzimmer..

Schnittmuster und Nähanleitung

Wer´s nachnähen möchte, kommt HIER zum Schnittmuster mit Nähanleitung.




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Freitag, 4. Dezember 2015

Ein Geburtstagsgruß für Dagmar..

Unser Kindergarten bzw. die Kindergruppe, die Irma besucht, wird von uns Eltern verwaltet und jeder hat eine bestimmte Funktion.

Ich bin für kleine Einkäufe zuständig und so wurde mir auch die Aufgabe erteilt, eine Geburtstags-Grußkarte für eine unserer Betreuerinnen zu besorgen. Dies erfuhr ich letzten Freitag und dachte, kein Problem, da find ich was nettes, hab ja eh noch Zeit bis Mittwoch.

Die Zeit aber, wie so oft, verging wie im Flug und immer kam was dazwischen:

Zuerst das Wochenende.

Dann musste sich Irma Sonntagnacht mehrmals übergeben. Es ging ihr am Nachmittag wieder viel besser, eigentlich super, aber ich wollte mit ihr und Ruby trotzdem nicht durch Wien irren, um eine schöne Grußkarte zu finden. Einen Tag hab ich ja noch!

Montagnacht erwischte es mich und mein Magen rebellierte. Am Morgen kam ich dann drauf, dass wir auch noch Kochdienst für die Kindergruppe haben Oh, vergessen!
- also schnell Sachen kaufen, kochen und bringen - Vormittag vorbei.

Dann konnte ich eigentlich gleich wieder zurück, um Irma abzuholen.
Es begann zu regnen, Ruby schrie, dann schrie sie noch mehr und der Kinderwagen hatte plötzlich aus dem Nichts einen Platten und war unmöglich zu schieben.
Auf dem Nachhauseweg wollte Irma aber unbedingt im Kinderwagen sitzen, Ruby unbedingt nicht und ich war voll k.o. und begann mir einen katastrophalen Heimweg auszumalen.

Geburtstags-Grußkarte? Wer? Wo? 

Mein rettender Engel war Dagmar, unser Geburtstagskind, die mich den ganzen Weg heimbegleitete und Kind und Kegel sicher Nachhause brachte. Ich trug Ruby im Arm und Dagmar schob mit Müh und Not den störrischen Kinderwagen, vollgepackt mit Töpfen und Tupperware vom Kochdienst und Irma.

Raus und auf Shoppingtour wollte ich dann echt nicht mehr, also blieb mir nichts anderes übrig, als die Karte selber zu machen.


Anleitung

Im Nachhinein finde ich es so auch viel netter. Zumindest ist diese Karte etwas persönlicher und das hat die liebe Dagmar auch verdient. Das ist das Mindesteste, denn ich werde ihr ewig dankbar sein, dass sie mich nicht im Regen hat stehen lassen!

...und dafür, dass es meine erste selbstgebastelete Karte ist, finde ich, wurde sie doch ganz hübsch. Ich bin jedenfalls auf den Geschmack gekommen, denn es ist nicht so schwer:

1. Einen Karton in die gewünschte Größe der Karte zuschneiden. Will man eine Karte zum Aufklappen, dann schneidet man den Karton doppelt so groß und faltet ihn in der Mitte. Für den Hintergrund des Bildes ein Stück Stoff einen Ticken kleiner, als die Vorderseite der Karte, zuschneiden..


Anleitung

..und dünnes Bügelvlies auf den Stoff draufbügeln.

Anleitung


2. Auf Papier ein gewünschtes Motiv zeichnen. Am besten dabei so simpel wie möglich bleiben, damit man die Figur gut ausschneiden kann. Dann die einzelnen Teile ausschneiden.

Anleitung

3. Stoff für die Figuren aussuchen und kleine Stoffstücke - je nachdem wie viel man meint, ungefähr zu brauchen - ausschneiden und ebenfalls auf Bügelvlies bügeln.

Anleitung
Anleitung

4.  Die Stoffstücke anhand der vorgefertigten Vorlage ausschneiden und auf den Bildhintergrund legen. Ist man zufrieden mit der Platzierung, wird geklebt. Am besten mit einem Textilkleber.


Anleitung

5. Als nächstes wird genäht und zwar als würde man ein Bild zeichnen. Alle Ränder werden mit Geradstich "nachgezeichnet" und fehlende Striche, wie die Schnüre der Luftballone oder die Kerzen, werden auch genäht.

Anleitung

Die Augen und den Mund habe ich mit Filzstift gezeichnet. Da man wohl nicht vor hat, Grußkarten zu waschen, ist es egal, welche Stifte man benutzt.

6. Als letztes wird das Bildchen auf die Vorderseite der Karte geklebt..

Anleitung


 ..und vielleicht noch schön verpackt.


Anleitung



Alles Liebe zum Geburtstag, Dagmar!


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