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Sonntag, 6. November 2016

Hemlagad nyponsoppa - eine traditionelle schwedische Hagebuttensuppe mit Mandelbiskuit


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Vor nicht allzu langer Zeit, habe ich die Hagebutte für mich entdeckt. Klein, leuchtend rot, hübsch an zu schauen und doch so unscheinbar in meinen Augen kannte ich die Hagebutte doch schon seit Kindertagen. Denn nyponsoppa - Hagebuttensuppe - ist ein Gericht, dass man ohne Frage, als typisch schwedisch bezeichnen kann.


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In Tetrapack verpackt, wird das Süppchen an jeder Ecke in Schweden verkauft und noch vor ein paar Jahren hatte es auch hierzulande sogar der große Schwede in seinem Sortiment.
Es gibt auch fertiges Hagebuttenpulver, das man zur Herstellung der gesunden Suppe verwenden kann - die Instant-Version so zu sagen.
Doch ist man natürlich der Meinung, dass selbstgemachte nyponsoppa aus frisch gepflückten Hagebutten am aller besten schmeckt!

Meine Mama schwärmt seit eh und je von der Vitamin C geladenen Suppe, doch uns Kinder konnte sie irgendwie nie so richtig davon überzeugen.
Das liegt bestimmt auch daran, dass wir hier in Österreich nur die fertig verpackte Version des schwedischen Möbelhauses seviert bekamen und waren wir im Sommer in Schweden kam niemand auf die Idee Hagebuttensuppe zu essen.
Daher war uns die süße Suppe eher fremd und ich war aus Prinzip nicht davon begeistert - wie Kinder nun Mal sein können..

Das ging wohl nicht nur uns Kindern so, denn schon vor vielen vielen Jahren, nahm in Österreich der große Schwede die sonderbare Suppe aus seinem Sortiment.

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Dieses Jahr habe ich mich daran gewagt, Hagebutten zu verarbeiten und bin richtig überrascht darüber, wie schmackhaft  die rote Rosenbeere doch ist!

Mein erster Versuch war ein Hagebutten-Kumoi Pie und der war richtig lecker!!

Oben drauf ist die Scheinfrucht - die tatsächlichen Früchte der Hagebutte sind die haarigen Nüsse im Inneren! - auch noch eine regelrechte Vitaminbombe!
Sie ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, aber auch Vitamin A, B1 und B2.
Ausserdem soll der Verzehr von Hagebutten angeblich Rheuma und Gicht lindern, den Harnfluss fördern und den Wuchs mancher Krebszellen blockieren.

Demnach kann ich es nur empfehlen beim herbstlichen Spaziergang ein paar Hagebutten längs des Weges von der Heckenrose zu stibitzen und zu Mus, Marmelade oder Tee zu verarbeiten.

Keine Angst, es gibt zwar viele verschieden Arten der Wildrose, doch alle tragen sie ungiftige Hagebutten. Selbst die schwarzen Hagebutten der Bibernell Rose sind zum Verzehr geeignet.



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Nachdem ich mich der "fremden" Rosenbeere etwas genähert hatte, war es fast ein Muss, mich auch an eine
nyponsoppa, die schwedische Hagebuttensuppe, heran zu wagen.

Ich hatte ja echt keine Ahnung und fragte meine Mama sogar, ob die Suppe salzig ist!

Doch Salz kommt da natürlich nicht hinein, stattdessen eine ganze Menge Zucker.

Es gibt kaum Aufzeichnungen darüber, seit wann die gesunde Hagebuttensuppe auf dem Speiseplan steht.

Klar ist, dass Nyponsoppa nach dem zweiten Weltkrieg seinen festen Platz in der schwedischen Küche bekam.

Als beliebte
Zwischenmahlzeit oder als Dessert mit Schlagsahne und Mandelbiskuit verfeinert, hat sich das bis heute nicht geändert.





Es gibt zwei Arten der Zubereitung. 
Laut meinen Nachforschungen scheidet sich - wie bei der schwedischen Prinzessinnen Torte - auch hier die Nation.

Die einen schwören darauf, die Suppe aus ganzen frischen Hagebutten zuzubereiten und die anderen entkernen und trocknen die Hagebutten vorher.

Die Suppe wird aus Hagebutten, Wasser,  Zucker und Kartoffelmehl zubereitet.


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Zutaten für etwa 4 Personen:
500 g frische Hagebutten
Wasser
1-2 EL Kartoffelmehl (Maismehl geht genauso)
Zucker (oder Honig, Agavensirup..)


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1. Die frischen Hagebutten waschen und die Stängel und Blütenansätze abtrennen.

2. Die ganzen Hagebutten in einen Topf geben und mit Wasser bedecken.

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3. Die Hagebutten aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

4. Sind sie ganz weich gekocht, werden die Hagebutten mit einem Stabmixer gut püriert.

5. Die pürierte Masse durch ein feines Sieb passieren, um die kleinen Nüsse, Härchen und eventuell andere unerwünschte Teilchen zu entfernen.
Hat man eine, so kann man gerne eine "Flotte Lotte" zur Hand nehmen, doch ein Sieb funktioniert auch ohne Probleme.

Zurück bleibt ein Hagebuttenmus, das man auch prima zur Marmeladenherstellung verwenden kann.

Frisches Hagebuttenmus ist sehr empfehlenswert, wenn man einen deutlichen Vitamin C-Mangel hat. Ein Esslöffel Hagebuttenmus deckt den Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.

Im Kühlschrank hält sich das Hagebuttenmus einige Tage. Die Haltbarkeit hängt davon ab, wie sauber man gearbeitet hat und ob die Früchte mit Schimmelsporen in Kontakt gekommen sind.
Übrigens: das Vitamin C in den Hagebutten wird durch das leichte Kochen nur in geringem Maße zerstört. Hitze ist weniger schädlich für Vitamin C als beispielsweise lange Lagerung an der Luft.
 
6. Das Hagebuttenmus mit Wasser verdünnen, bis man etwa 1 Liter Suppe erhält.

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7. Das Kartoffelmehl mit etwas Wasser verrühren und die Suppe damit eindicken.

8. Zum Schluss wird die Suppe noch gesüßt.

In schwedischen Rezepten verwendet man aber, meiner Meinung nach, viel zu viel Zucker! Bei 1 Liter Hagebuttensuppe geben die süßen Schweden locker noch 100 - 150 g Zucker dazu.

Daher würde ich mich da nicht an Rezeptvorgaben halten und beim Abschmecken mit kleinen Mengen beginnen.

Der Zucker kann natürlich auch mit Honig, Agavensirup oder anderen Alternativen ersetzt werden.

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Nyponsoppa wird einfach so - kalt oder warm - in der Tasse getrunken oder als Dessert in einer Schüssel mit einem Klecks geschlagener Sahne oder Vanilleeis geschmaust.

Will man die Hagebuttensuppe extra fein servieren, kann man gerne mit selbst gebackenem Mandelbiskuit dekorieren.

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Mandelbiskuit oder auch Makronen sind kleine Mandelkekse mit Ei, jedoch ohne Mehl. Diese Art von Keksen haben in vielen Ländern Tradition.

Makronen gehen auf Süßigkeiten der arabischen Küche zurück, bei denen feingeriebene Mandeln mit Zucker und Rosenwasser vermengt wurden.

In Europa gibt es Aufzeichnungen des süßen Gebäcks schon im Mittelalter.

Von der arabischen Welt beeinflusst, waren Biscotto amaretto in Italien schon im Hochmittelalter beliebt.
Von Süditalien verbreitete sich das Kleingebäck angeblich nach Frankreich und Deutschland.

In Frankreich nennt man das traditionelle Mandelbiskuit macaron, das schon in der Renaissance gern gegessen wurden. Um 1900 entstand eine doppelte Variante der macaron, zwei mit Creme gefüllte Biskuitkekse.

Um 1600 wanderte der Biskuitkeks von Frankreich weiter nach Deutschland.  Die deutsche Makrone wird oft statt mit Mandeln, mit Aprikosenkernen oder auch Kokosnuss gemacht.

In England gibt es Aufzeichnungen von Rezepten des Kleingebäcks von 1700. Verschiedene Versionen der macaroons sind über das ganze Land verbreitet. Eine übliche Variante ist mit Kokos statt mit Mandel.

In der Tyrkei bekommt man in den Konditoreien Bittermandel-Kekse - Acıbadem kurabiyesi.

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In Schweden werden mandelbiskvier traditionell mit Mandelmasse aus süßen Mandeln, Zucker, Eigelb und ein klein wenig Bittermandel gebacken.

Als Bittermandeln bezeichnet man sowohl die in geringen Mengen vorkommenden bitteren Süßmandeln als auch die Mandeln der Unterart Prunus amygdalus amara

Aprikosenkerne, Apfelkerne, Bittermandeln und Samen von anderen Steinfrüchten enthalten Amygdalin in hohen Konzentrationen.
Daher sind unbehandelte und rohe Bittermandeln nicht für den menschlichen Genuss geeignet.
Das beinhaltete Amygdalin verwandelt sich in verdünnten Säuren, wie im Magen, in Gentiobiose und Mandelonitril.
Letzteres zerfällt weiter zu den typischen Bittermandelaromen, Benzaldehyd und Blausäure, das starke gesundheitliche Schäden verursachen kann. 
Wegen der Flüchtigkeit und Hitzeempfindlichkeit kann sich in einer mit Bittermandeln zubereiteten erhitzten Speise nur eine ungefährliche Menge an Blausäure ansammeln.

Die Bittermandel mit ihrem bitteren und intensiven Geschmack wird in manchen Ländern gern beim Backen und Kochen als Aromastoff verwendet. Der Geschmacksstoff Benzaldehyd wird heutzutage aber auch synthetisch produziert und ist im Handel als Bittermandelessenz erhältlich.



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Hier in Österreich ist die Bittermandel nicht so gängig und daher ist das folgende Rezept auch ohne. Wer möchte, kann aber gern 1 - 2 Tropfen Bittermandelessenz hinzufügen. 

Zutaten für ca 60 Stück:
200 g Mandelmasse
100 g Zucker
55 g Eiweiß

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1. Den Zucker sorgfältig in die Mandelmasse einkneten

2. Nach und nach das Eiweiß hinzufügen und alle drei Zutaten zu einer einheitlichen Masse verrühren. Den Teig etwa eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.


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3. Den Teig in eine Spritztüte füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech etwa 5 Cent große Taler spritzen.

4. Im vorgeheizten Ofen bei etwa 170 °C eta 8 - 12 Minuten backen, bis die Plätzchen eine schöne goldene Farbe bekommen haben.

5. Das Mandelbiskuit aus dem Ofen nehmen und auf einem Backgitter auskühlen lassen.


Zu einer warmen Hagebuttensuppe oder einfach zum Kaffee schmecken die kleinen Kekse ganz besonders!

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Lasst es euch schmecken!




..eure Susanna



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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Ode an den Apfel.. oder wollt ihr die Wahrheit über Elfen wissen?


Er wartete, bis sich ihm eine Tänzerin näherte. Dann rollte er einen magischen Apfel zu ihr, und sie hob ihn auf. Selbstverständlich war es der schönste und beste Apfel aller Welten. Kaum hatte die Elfe ihn gegessen, wollte sie nichts so sehr als noch einen Apfel.
(Jonathan Strange & Mr. Norrell von Susanna Clarke)

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Jaja, der Sommer ist vorbei, aber nachdem ich eine "kleine" Blog-Pause eingelegt habe, gibts heute noch einen sommerlichen Beitrag von mir. Vielleicht bringt er ja sogar etwas Farbe in den momentan fies verregneten und tristen Herbst.
Ausserdem habe ich  ausführlich recherchiert und musste mit Entsetzen erfahren, dass Elfen und Feen gar nicht so lieblich sind, wie man meinen könnte! Aber mehr dazu etwas weiter unten :)

Ein bisschen was habe ich ja doch über den Sommer genäht. Unter anderem zwei Kleidchen für meine Mädels. Als ich diese süßen Feen-Plotts im Dawanda Shop von made by Frau S sah, wollte ich sie unbedingt haben.

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Ich wollte Sommerkleidchen für Irma und Ruby nähen und weil ich weiß, wie pingelig Irma ist, durfte sie die Stoffe dafür aussuchen.

Der Stoff von Irmas Keidchen ist für eine kleine Prinzessin zwar ganz niedlich, aber man darf ihn wegen der Pailetten nur mit der Hand waschen und wenn man bedenkt, was da alles für Flecken drauf kommen..
Aber egal, ich bin übrigens zu faul mit der Hand zu waschen, doch bis jetzt sind nur 1 - 2 Sterne abgepurzelt. Ist halt so. Sind ja noch genug dran ;)

Ruby´s Stoff finde ich dann schon viel besser. Leider fällt der hellblaue Feen-Plott auf dem grauen Hintergrund nur wenig auf und das ist schon ein bisschen schade.

Nun gut, ich hätte wohl andere Stoffe gewählt, aber wenn Madame so will..
und ich will ja zugeben, dass die Sterne auf den Stoffen gut zu den Feen-Plotts passen.

Den Schnitt für die Kleidchen habe ich selber zusammengeschustert. Das hätte man wohl erraten können, da die Kleidchen wirklich sehr einfach gehalten sind, aber da ich zum Plott noch extra Sterne darauf applizierte, dachte ich mir, dass der Schnitt dann nicht auch noch extravagant sein muss.

Mit Irmas Kleidchen bin ich ganz zufrieden und die kleine Prinzessin ist wirklich super happy damit! :)
Doch leider ist mir das Draufbügeln des Plotts bei Ruby´s Kleid misslungen. Ich war wohl mit den Gedanken woanders und ließ das viel zu heiß eingestellte Bügeleisen viel zu lange drauf. Zum Glück hat die Fee überlebt, aber bis auf zwei kleine Sternchen sind alle anderen verbrannt :(

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Die Bilder entstanden im Garten des Sommerhäuschens meiner Eltern in Schweden. Wie man sieht, können meine Mädels keine Sekunde still stehen. Irma drehte sich im Kreis und tanzte durch die Gegend, während Ruby Bälle jagde oder sich in Crocket versuchte.

Als sich der kleine Hunger bemerkbar machte, musste der Apfelbaum mit den noch halbreifen Früchten daran glauben. Mhh, genauso muss ein Sommerapfel schmecken. Knackig und sauer und dann doch schon ein bisschen süß!

Da werden Erinnerungen wach in mir. Zu einem Sommer in Schweden gehört  für mich auch palla äpplen - Äpfel aus dem Garten der Nachbarn zu stibitzen. Das klingt vielleicht etwas komisch, aber das machen alle! Kinder in Schweden sind so viel draussen, da muss man wohl einfach auf solche Ideen kommen ;)

In meiner Kindheit verbrachte ich jeden Sommer in Schweden und mein liebster Spielkamerad war mein Cousin Per. Wir verbrachten die Tage draussen im Wald, am See und zogen um die Häuser des kleinen Dörfchens, das keine 800 Leute zählt und alle sich kennen, da ALLE Kinder im dörflichen Fussballverein mitspielen.

Um etwas Spannung ins Spiel zu bringen schlichen wir uns manchmal in Nachbars Garten und klauten einen Apfel oder zwei. Das war den Nachbarn egal, kannte uns eh jeder im Dorf und was soll´s, die gemopsten Äpfel und noch etliche mehr hätten wir auch so bekommen, aber für uns Kinder war es mega aufregend und ein großer Spaß!

Im Sommer sind die Äpfel natürlich schon essbar, doch nicht reif, aber so ein "verbotener" süßlich saurer Apfel schmeckt ganz besonders lecker.

Meine Mädels mussten die Äpfel natürlich nicht vom Baum mopsen, geschmeckt hat´s ihnen trotzdem. Vor allem Ruby sah man stets mit einem Apfel in der Hand..

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Aber genug von Äpfeln, wie war das noch mit der Wahrheit über Elfen?

Nun, die schwedische Natur und der Feen-Plott veranlassten mich, etwas in der Geschichte des nordischen Volksglaubens zu stöbern.

In Kinderbüchern kommen Feen und Elfen meist als schöne und liebliche Wesen vor, die Wünsche erfüllen und Freude schenken. Vielleicht gibt´s da die ein oder ander die etwas frecher ist,  aber auch ich hatte eher ein romantisches Bild von Feen und Elfen!

Mit dem nordischen Volksglauben hat dies jedoch wenig zu tun.
Elfen leben noch im Andenken und in den skandinavischen Sagen fort, doch da werden sie als böse und krankheitsverbreitende Wesen angesehen.

Stimmt, Elfen sind verführerische kleine Wesen. Weibliche Elfen sind klein, schön, blond und tragen weiße Kleider und Schleier, falls sie überhaupt Kleidung tragen.
Sie schweben in der Luft, tanzen bei Sonnenuntergang oder in der Morgendämmerung über Wiesen, offenen Feldern, moosigem Boden oder sitzen im Laube.

Sie haben die Gabe sich in kleine Tiere wie Schmetterlinge und Käfer zu verwandeln. Ausserdem sind sie Meister darin, sich zu verkleiden.
Im keltischen Glauben hat jede Art von Gewächs seine eigene Beschützerelfe. Diese Elfe sieht seinem Schützling oft sehr ähnlich.

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In jüngerer Tradition werden Elfen als weibliche Wesen dargestellt, doch in älteren Aufzeichnungen erscheint die Elfe eher mit neutralem Geschlecht.
Aber auch männliche Elfen kommen in Erzählungen vor. So wurde 1656 die Magd Karin Svensdotter vor Gericht gestellt, da sie angeblich Geschlechtsverkehr mit einem Elfenkönig hatte und ihm sogar 7 Kinder gebahr.

Das klingt doch alles noch sehr freundlich und gar nicht bösartig..
Doch im nordischen Volksglauben werden Elfen als unterirdisches Volk, das den Menschen oft Schmach und Krankheit zufügt, betrachtet.

Eine Person die "Elfen bekommen hat" (fått älvorna), hat im Volksglauben von einer Elfe eine Krankheit angehaucht bekommen. Häufig bekommen Menschen auch einen Hautausschlag, den so genannten älvabläst.
Ein Mittel dagegen ist, zurück zu blasen oder dagegen zu  blasen, entweder mit dampfendem Wasser, mit einem Blasbalg oder auch der Atem eines Schafes soll wirken.

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Waldelfen halten sich in der Natur, vermehrt in Waldlichtungen, Seewiesen und Torfböden auf. sie wohnen in Erdhügeln, in Waldbäche und Wasserquellen oder unter Steinen, doch manchmal kommen sie sogar hinein in die Häuser.
Besonders ungetaufte Kinder schweben in großer Gefahr. Dann kommen die Elfen und saugen die Finger und Zehen der Kinder aus. Das kann man daran erkennen, dass die Kinder sehr mager und schwach werden. Ausserdem hinterlässt der Sog der Elfe ein Mal an den ausgesaugten Körperteilen.
Um dies zu verhindern kann man etwas bitteres auf die Finger und Zehen des Kindes schmieren oder ein Kreuz mit Schwefelhölzer darauf zeichnen.

Es kommt auch vor, das Menschenkinder mit Elfenkinder oder Trollkinder vertauscht werden (bortbyting). Dies hat Mütter zu grausamen Taten veranlasst, doch es geht auch anders. In der Saga Bortbytingen von Selma  Lagerlöf  wird der Zauber gebrochen, indem die Menschenmutter es nicht über das Herz bringt schlecht zum vertauschten Trollkind zu sein und dadurch kommt ihr eigener Sohn wieder frei.

Elfen können also sehr gefährlich sein. Sie haben einen betrügerischen Sinn für Humor  und verführen gerne Menschen, vor allem Männer, ins Verderben. Lässt man sich von ihrem Gesang und Tanz verzaubern, so rauben sie einem für immer den Verstand und man hört ihren Gesang bis in alle Ewigkeit.

Sie lieben das nebelumwogene Licht der Abend- und Morgendämmerung. Da kann man ihre liebliche Musik hören während sie im Kreise tanzen.

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Auch wenn es so wirkt, als würden Elfen über dem Boden schweben, so hinterlassen sie deutliche Spuren.
Dort wo Elfen im Kreis getanzt haben, wächst kein Gras mehr, das verbliebene Gras wird dunkler oder es wächst ein Kreis aus Pilzen. Zurück bleibt ein Elfenhof, auch Hexenring genannt, der für Menschen sehr gefährlich sein kann.

Es ist nicht zu empfehlen einen solchen Ring zu betreten, man könnte von einer schweren Krankheit befallen werden.
Sollte man in einem solchen Ring einschlafen, wird man schwer benommen.
Doch sollte man gar auf die Idee kommen, seine Bedürfnisse darin zu verrichten, so ist man dem Tode geweiht. Die gesamte Flüssigkeit wird vom Körper aufgesogen, der enorm anschwillt bevor man eines grausamen Todes stirbt.

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Hexenring, Elfenring oder Elfenhof:
Heute weiß man, dass es Pilzarten gibt, deren Myzel sich kreisförmig ausbreiten.
Ein häufiger Hexenring-Pilz ist der Nelken-Schwindling. Sein Myzel wächst kreisförmig und setzt während des Wachstums Stickstoffverbindungen frei, wodurch das umgebende Gras häufig besonders saftig-grün gefärbt ist.
Es kann auch vorkommen, dass sich die Myzel dicht an der Erdoberfläche verbreiten und daher kein Wasser durchdringen kann. So kann dort kein Gras mehr wachsen und zurück bleibt ein kahler Ring.
Der Nelken-Schwindling ist nicht giftig und kann sogar als Gewürz- oder Suppenpilz verwendet werden.

Bevor die Sonne aufgeht, müssen die Elfen in ihr Elfenreich zurückkehren. Wenn eine unglückliche Elfe vom Sonnenlicht berührt wird, verwandelt sie sich in einen Tagsteher (dagståndare). Dann steht sie verzaubert und unsichtbar für uns Menschen, bis die Nacht erneut hereinbricht und sie wieder zu einer Elfe wird.
Natürlich ist es für den Menschen sehr gefährlich, sollte man einen solchen Tagsteher berühren oder gar durch ihn hindurch gehen!

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Es gibt viele Theorien wie Elfen entstanden sind. Eine davon ist, dass Gott während einer Engelsrevolte die Pforten zum Himmel geschlossen hat. Jene die rebellierten wurden Luzifer übergeben und zu Dämonen, die braven blieben Engel im Himmel und jene die sich neutral verhielten wurden ihrer Unentschlossenheit wegen vertrieben und zu Elfen, die auf der Erde verweilen.

Eine andere Theorie ist, dass es sich um die letzten überlebenden eines prähistorischen Volkes, der Tuahta de Danaan, handelt. Das Volk sei aus dem alten Griechenland nach Irland gewandert und brachten Fertigkeiten und Zauberkräfte mit.
Anfangs wurden sie wie Götter behandelt, doch durch den Einzug des Christentums, zogen sie sich zurück in Höhlen, einsame Täler und Mulden.

Die keltischen Elfen haben mit den skandinavischen sehr viel gemein. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch, dass schwedische Elfen keine Namen haben, hingegen irische sehr wohl. Ein sehr geführchteter Elf ist zum Beispiel Puck, auch bekannt aus Shakespears Sommernachtstraum.

Man nimmt an, dass der nordische Volksglaube seinen Glauben an Elfen von den Kelten übernommen hat. Um die Theorie der Tuahta de Danaan somit weiter zu spinnen, ist das Volk dann einfach rüber nach Skandinavien weiter gewandert ;)

Die Isländer haben wohl das freundlichste Verhältnis zu Elfen. Die Mehrheit der Isländer ist auch heute noch davon überzeugt, dass unter ihnen ein verstecktes Volk, das Huldufólk verweilt. Das Huldufólk sind Elfen, die wie Menschen aussehen, nur ihre Ohren gehen vielleicht etwas spitzer zusammen.

In Island ist der Glaube an Elfen so gefestigt, dass es sogar ein staatlich anerkanntes Elfenmedium gibt. Erla Stefansdottir sieht das Huldufólk und kann mit ihnen kommunizieren. Wenn bei Bauarbeiten mysteriöse Vorfälle passieren, wird sie gerufen.
Nicht selten kommt es vor, dass Strassenbaupläne geändert werden. Denn Elfen, die ihres Wohnortes beraubt werden, können sich nämlich zu ungemütlichen Störenfrieden entwickeln: Planierraupen funktionieren auf einmal nicht mehr, oder es kommt zu häufigen Unfällen auf der Baustelle.
Wer mehr über Elfen erfahren möchte, kann auch gerne die Elfenschule in Reykjavík besuchen.

Quellen:
Älvor, vättar och andra väsen von Ebbe Schön
Älvor, troll och talande träd - folktro om svensk natur von Ebbe Schön
Folksagor ur oknyttens värld von Jan-Öjvind Swahn
Verborgene Welten in Island - Der Troll im Stein
Die verschiedenen irischen Elfen 


 Fazit
>> die schwedische Elfe hat nichts mit den Elben in Tolkiens Herr der Ringe zu tun
>> Die meisten Elfen sind nicht lieb
>> Peter Pan´s Tinkerbell ist keine Elfe, sie ist eine Fee

Aber auch Feen sind nicht immer nur gut und erfüllen Wünsche. Sie können arglistige und launische Geschöpfe sein, leicht gekränkt und schnell verärgert und rächen sich auf unterschiedlichster Weise bei demjenigen, der ihnen unangenehm kommt.
Darauf möchte ich nun aber nicht mehr so genau eingehen. Eine Menge Beispiele findet ihr in diesem Beitrag The Biggest Reason Why Fairies Are Evil

Also sollte man sich auch vor Feen in Acht nehmen. Doch ist dies nicht immer einfach, bedenke man, dass sie für den Menschen meist unsichtbar sind und es somit unmöglich, ihnen gewillt aus dem Weg zu gehen.

Also fühlt euch gewarnt, wenn ihr durch nördlichere Gebiete wandert. Bloß keine unsichtbaren Wesen stubsen, nicht wild auf Pilzen rumtrampeln, hört ihr jemanden singen, dann haltet euch die Ohren zu!

..und falls ihr einer britischen Pixie Elfe begegnen solltet, dann gebt ihr absolut nicht eure Kleidung, denn dadurch verärgert ihr sie nur, sondern legt ihr den letzten Apfel der Ernte unter den Apfelbaum und sie sei euch gut gewillt.

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Oder ihr macht es so wie ich, denn an die gute Fee zu glauben, ist doch viel schöner!


..eure Susanna





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Donnerstag, 29. September 2016

Das war mein Sommer.. oder WIE? KEIN EISENMANGEL????

Ihr Lieben, ich habe mich ja schon eeeeewig nicht gemeldet!!

In den letzten Wochen habe ich nichts genäht oder gebastelt,  mich nicht um meinen Blog gekümmert, noch in den Blogs meiner lieben Kolleginnen gestöbert und bin Facebook und anderen sozialen Medien gekonnt aus dem Weg gegangen.  

Besonders leid tut es mir, dass ich in meinen letzten Blogeinträgen nicht Mal auf eure lieben Kommentare geantwortet habe! 
Ich möchte mich ehrlich für mein Schweigen entschuldigen und euch wissen lassen, dass ich mich über jeden Besuch von euch und jedes Kommentar riesig freue!!!! 
DANKE für eure lieben Worte!!!


Aber ich habe total gestreikt bzw. mein Kopf und mein Körper..

Nein, die Lust und Laune am Nähen und Bloggen ist mir nicht vergangen! Beides und noch diverse andere Basteleien bereiten mir eine große Freude und komplettieren meinen Alltag als Vollzeit-Mama.
Doch vor ein paar Wochen - okay es ist schon mehr als 6 Wochen!! still um ..und dann kam irma geworden - schlich sich eine fiese Müdigkeit bei mir ein..

..eine Dauermüdigkeit, die mich so übermannte, dass ich sogar schon anfing Ich-bin-so-müde-Selfies von mir zu machen. Schrecklich peinlich, ich weiß, aber nun hätte ich das auch hinter mir..

 



Nachdem etliche Theorien aufkamen, die meinen Zustand erklären sollten..

begonnen mit Eisenmangel - mein Favorit -

oder die Wechseljahre! - der Tipp meines Freundes, der Spezialist..

über Herbstmüdigkeit im Hochsommer? - man kann ja immer irgendwie dem Wetter die Schuld geben..

bis zu Hilfe! Werde ich depressiv?




..besuchte ich eine Allgemeinärztin und ließ mich Mal gründlich untersuchen. Mit dem Ergebnis, dass ich völlig gesund bin!!! Da war ich ehrlich ziemlich schockiert und auch etwas enttäuscht!
Was? Kein Mangel? Bekomme ich keine Tabletten, die mich wieder super fit und tatkräftig machen?
Herbstmüdigkeit im Sommer oder eine Depression schliesse ich auch einfach Mal aus und mit den Wechseljahren werde ich noch ein paar Jahre warten.
Bleibt dann noch eine Theorie, die wohl auch die wahrscheinlichste ist..

..mir ist einfach der Alltag über den Kopf gewachsen

Ich bin nunmal Mama von zwei kleinen Fratzen, die sich momentan in Phasen befinden, die für mich sehr fordernd sind.

Irma ist 3 - zuckersüß, aber in der Blüte ihrer ersten Trotz- und ICH KANN SELBER-Phase -

und Ruby ist fast 1 1/2 Jahre alt und entdeckt gerade die Welt, klettert überall hinauf - ohne Hirn und Logik, läuft grundsätzlich und mit großer Leidenschaft in die falsche Richtung und knabbert nach wie vor an Zeug vom Boden, das irgendwie immer extra ekelig aussieht.
Ausserdem ist sie mit meinem Schrank- und Laden-Einräum-System nicht zufrieden. Warum Dinge verstauen? Man muss doch wissen was man hat und alles sehen können!! Also ALLES RAUS und in der ganzen Wohnung schön übersichtlich auf dem Boden verteilen!

Hinzu kommt, dass ich seit über 3 Jahren keine Nacht länger als 2 - 3 Stunden am Stück geschlafen habe. Meine Mädels schlafen eigentlich gut, doch Ruby trinkt immer noch 1 - 2 Fläschchen pro Nacht und dazwischen wacht Irma gern Mal auf und muss auf die Toilette oder einfach ein bisschen getröstet werden. Alles kein Drama, auf die Dauer der Jahre jedoch recht zehrend. 

Aber ich will mich wirklich nicht beschweren!! So ist es nun Mal für ALLE die Kinder haben und meine Kleinen kann ich wahrlich nicht in die Kategorie SCHWIERIG stecken! Beide sind super liebe und so positive Mädels, die meinen Alltag nur schöner machen!

Über den Papa der beiden Wonneproppen kann ich auch nicht schimpfen. Er ist sehr liebevoll und verantwortungsbewusst. Wenn er kann, beschäftigt er sich gern mit den Mädels und die beiden lieben ihn abgöttisch.
Bloß diesen Sommer haben wir leider nicht so viel von ihm gesehen. Er ist selbständig und das dies einen Haufen Arbeit bedeutet, hat sich vor allem in den letzten Monaten gezeigt.

Da habe ich mich diesen Sommer wohl etwas überschätzt. Mit meinen Kleinen rund um die Uhr - Irma war diesen Sommer über 2 Monate nicht in der Kindergruppe und Ruby ist ja erst in der Eingewöhnung - stürzte ich mich in die Näherei und Bloggerei und machte bei etlichen Blogger-Aktionen mit. Vom Ehrgeiz gepackt nutzte ich jede freie Minute, um bei meinen Projekten weiter zu kommen und hatte auch große Freude daran!

Ich durfte für die wunderbare eVa KaRToFFeLTiGeR das Sommertop SOLA probenähen, war Teil der 18. KSW, aber gleichzeitig wollte ich mir die 1. KSW Österreich nicht entgehen lassen!

SOMMERWICHTELN bei Frau Nahtaktiv!!! Das klingt doch irre lustig und dann kam Sonja von The Crafting Café mit ihrer tollen Idee eine Näh-Blogger Themenwoche "Urlaub mit Kindern" zu veranstalten. Da wollte ich auch unbedingt dabei sein!

Dazwischen jubelte ich mir noch ein paar eigene Projekte unter und wips lag mein Schlafpensum bei etwa 4 Stunden pro Nacht, denn eine Mama muss sich ja noch um den Nachwuchs kümmern!

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Der wenige Schlaf störte mich jedoch gar nicht! Ich war super geladen und hatte wirklich Spaß an der Sache!

Kinder Bademantel mit Maus-Kapuze, Auto-Utensilo, Strandtasche, Eiscreme-Applikation, Urlaubs-Tagebuch Nähanleitung und Schnittmuster


Zum Glück durften wir drei Mädels dann einen ganzen Monat im Sommerhaus meiner Eltern in Schweden verbringen!!


Da muss ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meiner Mama bedanken, die ehrlich die beste Mama und Omi der Welt ist!!
Ohne ihrer Hilfe und Unterstützung hätte ich es niemals geschafft, meine Projekte für die Näh-Blogger Themenwoche Urlaub mit Kindern fertig zu stellen! Denn während ich mich nähwütig im Vorratsraum des Sommerhäuschens versteckte, kümmerte sich meine Mama liebevoll um meine Kleinen!

Als die Themenwoche zu Ende war, wollte ich die restliche Zeit mit meiner Familie geniessen und erteilte mir freiwillig eine Blog-Auszeit.

Meine Lieblingscousine Karin - darf man so sagen? aber wir sind ja irgendwie seelenverwandt! - kam für ein paar Tage und ich durfte endlich ihren kleinen Frank kennenlernen. Oh, der ist ja sooo niedlich!! Ruby und Frank verstanden sich auf Anhieb! Frank biss Ruby mit großer Leidenschaft und sie zwickte mit Inbrunst zurück ;)

Als kleines Mitbringsel bekam er einen Kindergarten-Rucksack von mir. Den gleichen wie Ruby, nur etwas Jungs-tauglicher und somit konnte ich endlich das versprochen Tutorial zum Rucksack machen. Mehr davon ein anderes Mal :)

Schnittmuster Nähanleitung
Frank findet anscheinend Rosa doch schicker als Blau!


Karin hat nun auch das Nähen für sich entdeckt - das ist wohl ein Kleindkinds-Mama-Syndrom. Ihre große Leidenschaft sind Pumphosen und Beanies, mit denen sie Frank und alle Kinder in ihrem Umkreis ausstattet.  Auch meine Mädels bekamen schicke Exemplare von ihr!

Als meine Tante kam, nutzten Karin und ich die Gelegenheit, ließen unsere Kleinen bei ihren Omis und machten einen Abstecher nach Kinna, denn dort findet man SKROTEN - Textil och Metallskrot AB.  Ein wohl eher ungewöhnlicher Name für einen Stoff und Gardinen Laden, denn skrot bedeutet Schrott.

Skroten wurde in den 1950er Jahren von Herman Ryberg gegründet und tatsächlich handelte man zu Beginn auch hauptsächlich mit Eisen- und Metallschrott samt Textilabfall von den Fabriken in der Gegend.
In den 70ern begann auch Rybergs Tochter im Betrieb mitzuarbeiten und nach und nach fiel der Fokus, weg vom Metall, auf den Verkauf von Textilien. Somit wuchs auch das Angebot an Stoffen und Zubehör.
Heute ist es ein riesiges Schlaraffenland für alle Nähbegeisterten! Und mit riesig meine ich ENORM!!



Lagerhallen gefüllt mit Stoffen aller Art, Kurzwaren und Nähzubehör - auf dem Bild sieht man ja nur einen Bruchteil vom ganzen Angebot!
Aber das Beste daran ist, dass auch Stoffe aus den aktuellen Kollektionen um etwa 30 - 50 % billiger sind, als der Regulärpreis.

Da kann man schon Mal die Fassung verlieren - wie ihr seht, bin ich nach wie vor sehr motiviert, mich wieder an die Nähmaschine zu setzen.

Die letzten Tage unseres Sommerhäuschen-Urlaubs stieß Vladimir noch zu uns. Wir machten Ausflüge zusammen und hatten eine wirklich schöne Zeit am See..




..erforschten die verzauberten Wälder Schwedens

Blaubeeren


..besuchten den Tierpark in Borås. Wobei wir nie so weit kamen, uns die wilden Tiere anzusehen, da es für die Kleinen im Kinderzoo so spannend war, dass wir den ganzen Nachmittag dort verbrachten. Denn dort gibt es einen urigen Bauernhof mit so vielen süßen Tieren, die man sogar streicheln darf!



..machten einen Abstecher nach Varberg, wo wir weißen Sandstrand, Sonne und Meer genossen



..und erkundeten die Festung von Varberg, die um 1300 erbaut wurde.




Dann fing´s an. Unsere kleine Ruby bekam einen schlimmen Husten, von dem ich mich schnell anstecken ließ und ich mich 2 -3 Tage nicht so blendend fühlte. Der Husten verschwand, aber die Müdigkeit blieb.
Ihr kennt das vielleicht. Manchmal ist man müde, aber manchmal ist man müüüüüüüde und alles fällt einem schwer und macht einfach keinen Spaß. 

Solange ich an der frischen Luft und in Bewegung war, klappte es ja ganz gut, doch sobald etwas Ruhe einsetzte, schaltete mein Gehirn sofort auf STAND BY. 

Was nicht unbedingt und zwingend sein musste, verschob ich auf morgen oder verdrängte es einfach ganz, so wie die Impftermine meiner Mädels, die ich innerhalb von 2 Wochen 2 Mal vollkommen vergaß. Unsere liebe Kinderärztin hat zum Glück Nachsicht mit mir und empfängt uns immer noch sehr freundlich..puh!

Ich war stets unkonzentriert und wahrlich letargisch oder schlief bei Gelegenheit einfach ein. Was mir als die weisere der Möglichkeiten erschien, als unnötig Löcher in die Wand zu starren. 

Ehrlich, das klingt übertrieben, aber hätte ich nicht meine Mädels gehabt, die mich die letzten Wochen auf Trab hielten, hätte man mich glatt mit Dornröschen verwechseln können! 


Vor ein paar Wochen nahm sich Vladimir noch Mal für 4 Tage frei und wir fuhren ans Meer nach Kroatien. Das waren schöne Tage und ich war mega gepeppt und überzeugt davon, dass die Luft und das Wasser meine Müdigkeit vertreiben würden. 

Vladimir war ziemlich überarbeitet und auch etwas kränklich, daher wusste ich, dass er abends wohl eher streichfähig ist. 
Doch mich sah ich schon gemütlich und fleißig am Balkon sitzen und die Abende "romantisch" ;) mit meinem Blog verbringen. Ich hielt es für eine gute Gelegenheit mit dem Blog wieder etwas in Schwung zu kommen.

Abende auf Balkonien verbrachte ich aber keine und das lag nicht an den Millionen von Tieren - Stechmücken, Heuschrecken und Spinnen so groß wie ELEFANTEN!!!! - die sich ab Einbruch der Dunkelheit zu uns gesellten, sondern auch ich schlief abends wie ein Zombie mit den Mädels ein. 
Ich war einfach soooo müüüüüde.


Also nix da mit fit sein, obwohl ich klarstellen möchte, dass wir eine herrliche Zeit am Meer verbrachten und das Meeresrauschen der Seele super gut tat. 
Nach unseren eher herbstlichen Tagen in Schweden, war es natürlich extra fein noch ein paar richtige Sommertage zu erleben. Mmmmmh! Sommer! 
Als Irmas Ferien wieder vorbei waren und Ruby mit der Eingewöhnung in der Krippe begann, dachte ich, 
JIPPIE Kinderfrei!!! 
Mehr Zeit für mich und ich werde mich im Handumdrehen prima fühlen. 

Das war dann aber leider gar nicht der Fall und so kam der Moment, in dem ich zur Ärztin ging, um eine plausible und einfache Erklärung für meinen Zustand zu bekommen.

Statt Wunderpille lautete der Rat der Ärztin:  
Es ist ja wissenschaftlich bewiesen, dass Erwachsene Menschen nicht mehr als 7 - 8 Stunden Schlaf benötigen. Vielleicht haben Sie mittlerweile zuviel geschlafen! 
Zwingen sie sich zum Beispiel, wenn die Kinder abends im Bett sind, eine Runde um den Block zu laufen, um wieder in die Gänge zu kommen!

Das wollte ich natürlich echt nicht hören, dass wenn mein Tag eh schon um 6:30 beginnt und die Kleinen abends frühestens um 21:00 einschlafen, das Mittel gegen meine Müdigkeit JOGGEN ist!!!

Da fing meine Müdigkeit und Unlust richtig an zu nerven und als ich gerade fies am Verzweifeln war, bekam ich eine e-mail von Susen (made by Frau S)! 
Die Liebe fragte mich, ob alles ok ist, da sie schon so lange nichts mehr von mir gelesen hätte. 
Ich freute mich wahnsinnig darüber, dass sie an mich gedacht hatte und schrieb ihr natürlich promt eine Jammer-e-mail zurück. 

Schnell bekam ich eine Antwort mit den Worten:
Zeit für sich nehmen..
 

Will heißen, wenn Mal etwas Zeit übrig bleibt, diese Zeit auszunutzen Abstand vom Alltag zu nehmen, einfach Mal etwas für sich zu machen, aus den Rollen des Alltags schlüpfen, sich etwas Gutes tun und einfach nur Mal sein.
 
So habe ich Susens Worte zumindest verstanden und soll ich euch was sagen? 
Ja ja, Zeit für sich nehmen.. Das habe ich schon zig Mal in diversen Artikeln von diversen Frauenzeitschriften gelesen und überlesen. Den guten Rat schon oft gesagt bekommen und aus dem anderen Ohr wieder hinaus wandern lassen! 
Doch irgendwie machte es diesmal klick und damit kam eine riesige Erleichterung!

Na klar! Zeit für sich NEHMEN! Die muss man sich halt dann auch nehmen. Das heißt jetzt nicht, dass ich allein nach Goa fliegen muss. Ich muss nicht stundenlang meditieren oder irgendwelche Selbstfindungs-Kurse belegen.

Nein, nachdem ich Susens Rat sacken ließ, überlegte ich mir, wo ich mir solche Momente im Alltag holen könnte und nun bring ich morgens Ruby in die Kindergruppe und hole mir einen Kaffee TO GO!  

Man muss ja Mal mit kleinen Schritten anfangen, aber..

Ich LIEBE Coffee to go, das gibt mir ein Gefühl von Freiheit! Das war schon immer so, aber mit Kinderwagen in der einen Hand und Kaffee in der anderen, klappt das nicht so ganz.
Aber nun schlendere ich die freie Stunde mit meinem Kaffee - ohne Kinderwagen und ohne Stress, ich müsste noch so viel erledigen - durch die Gassen und finde es herrlich!! 


Okay, Berge könnte ich noch nicht versetzen, aber Susens Worte haben in mir veranlasst, mich nicht mehr so zu stressen alles auf die Reihe zu bekommen, sondern in die andere Richtung zu denken, zeitweise runter zu schrauben und mir schöne Momente zu gönnen.

Denn nicht umsonst gibt es den Ausdruck Energie tanken!

..und den gut gemeinten Rat meiner Ärztin möchte ich beherzigen, denn sie hat ja auch irgendwie recht. Von nichts kommt nichts und ist man Mal in so eine müde Phase geschlittert, dann gibt es leider oft keine Pille dagegen, sondern man muss sich selber einen Stubs geben, um wieder auf die Beine zu kommen.

Sind´s die weisen Worte oder einfach nur Zufall, aber mir geht´s mittlerweile viel besser und seitdem ich nicht mehr versuche mein Mama-Sein und dabei super-produktiv-Sein unter einen Hut zu quetschen, kommt die Lust und Laune ganz von allein wieder zurück!! 
..und etwas Sport kann ja auch nicht schaden - versprochen, Frau Doktor! :)

Also..
Strassen Graffity

















 ..oder wie meine Ärztin auch meinte:  
Seien Sie doch froh, dass sie gesund sind!


Bei allen, die tatsächlich bis zum Ende meines Sommer-Monologes geblieben sind, will ich mich herzlich für´s Lesen bedanken!!

Ich weiß, dieser Beitrag ist furchterregend lang geworden und was ich eigentlich damit sagen möchte ist..

Meine Sommerpause ist vorbei 
und ich freue mich riesig auf ein "neues" kreatives Jahr mit euch allen!!



Fühlt euch gedrückt! <3



..eure Susanna




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Donnerstag, 11. August 2016

Ein Mäuschen geht baden..




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Heute ist Tag 4
der Näh-Blogger-Themenwoche "Urlaub (mit Kindern)"!

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Zusammen mit

Annette von Augenstern-HD und Zauberkrone
Ellen von Ellen´s Schneiderstube
Eva von Kartoffeltiger
Marita von maritabw macht´s möglich
Susi von Susi näht 
und natürlich Sonja von The Crafting Café, die Erfinderin der Themenwoche,

wollen wir euch auf eine Reise in den Sommer schicken!

Denn die Themenwoche ist eine ideenreiche Sammlung von Nähwerken, Rezepten, Spielen und Tutorials rund um´s Urlaubern, Reisen und Sommer genießen mit und auch ohne Kind!

Jede der teilnehmenden Bloggerinnen hat sich passend dazu tolle Beiträge überlegt! Welche, wird sogar schon verraten!!




Die Strandtasche haben wir gepackt und fuhren im Auto, gepimpt mit einem Auto-Utensilo in den Sommer!

Im Sommer angekommen muss man natürlich gleich ein Eis genießen! Und weil´s so schön ist, schmissen sich meine Mädels in  ihre neuen Sommerkleidchen mit Eis-Applikationen!

Nachdem wir uns mit Eis gestärkt haben, geht´s an den See zum Baden.. 

..und weil´s in Schweden doch eher kalt ist, wenn man aus dem Wasser kommt, ist ein kuscheliger Bademantel das Beste zum Wärmen!

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Den Angry Birds-Bademantel nähte ich vor zwei Jahren für Edgar. Damals war er noch viel zu groß, doch nun passt er endlich!

Letztes Jahr bekam dann auch Irma einen Bademantel mit Katzen-Kapuze. Nachdem sie sich anfangs geweigert hatte, ihn überhaupt anzuprobieren, trägt sie ihn nun richtig gern nach dem Sprung ins Wasser. 

Unserer kleinen Ruby nähte ich dieses Jahr einen Bademantel mit einer Mäuschen-Kapuze..


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Zur Mäuse-Kapuze habe ich ein Tutorial gemacht.


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Montag, 1. August 2016

Ein Haus am See..

Die letzten Wochen war ich, was das Bloggen betrifft, total lahm gelegt. Der Alltag ließ es nicht zu und mir fehlte einfach die Energie dafür. Also ließ ich den Computer links liegen und alles, was darin so passiert, ebenso.

Da könnt ihr euch vielleicht vorstellen, was es für eine Überraschung war, im Postfach einen Gruß von Debby vorzufinden!

Debby ist eine herzliche und kreative Schweizerin, auf deren Blog Herz-Kiste... die Fundgrube für Herzensangelegenheiten  ihr tolle DIY-Ideen und leckere Rezepte findet.
Eine große Leidenschaft von Debby ist das Lettering und nun kam ihr die Idee Ferienfotos mit Handlettering zu verschönern und als Postkarten zu verschicken. Eine davon flog bis nach Wien und das hat mir natürlich große Freude bereitet!


Ich finde Debbies Sommergrüße großartig, aber lest Genaueres darüber HIER in ihrem Beitrag! Da seht ihr auch noch viele weitere hübsche Postkarten aus Ferienfotos, denen sie neues Leben eingehaucht hat!

Die Karte für mich kam genau richtig an, einen Tag vor unserer Abreise nach Schweden und da stieg meine Sommerurlaubsstimmung gleich noch mehr!

DANKE, liebe Debby, für deine lieben Worte und die herzliche Überraschung im Postfach!! 


Nun sind wir schon fast seit einer Woche bei meinen Eltern in ihrem Sommerhaus am See in Schweden und hier ist es sooO schön! Es tut so gut über das Wasser zu schauen.
Obwohl ich sehr gern in der Stadt wohne, ist es im Sommer hier einfach wundervoll und ich spüre, wie meine Energie wieder zurück kommt. Aber auch die Kleinen bekommen hier mächtig Biss. Abends schlafen gehen? Kommt nicht in die Tüte!



Vladimir bleibt in Wien zurück und muss leider arbeiten. Aber wir Mädels dürfen die nächsten drei Wochen hier verbringen und das ist, trotz des momentan eher wackeligem Wetters, herrlich!




Wir kamen zum Geburtstag meiner Mama in Schweden an und da wollte ich mir natürlich eine Kleinigkeit für sie einfallen lassen!
Da fand ich ein Bild mit einem schwedischen Motiv für´s Sommerhaus passend. Dazu kamen mir einige Ideen, angefangen von Pippi über Kalles bis dalahästar,  schlussendlich habe ich mich dann dafür entschieden, das Sommerhaus am See in einen Rahmen zu fassen.






Langweilig wird uns bestimmt nicht! Die Cousins Edgar und Hektor sind auch da und die Bande hat hier einiges zu entdecken und zu erleben! Wenn´s nicht zu kalt ist, wird im See gebadet, Hektor hat die Tage gelernt Fahrrad zu fahren und Irma ist fleissig schon am üben.

Auch wenn man zur Zeit leider nicht von Sommerwetter sprechen kann, die Mischung aus Regen und Sonne hat auch seine Reize! Gestern abend erstrahlte ein riesiger Regenbogen über uns. Das war natürlich wahnsinnig aufregend, nicht nur für die Kleinen!




..und ich machte mich heute auf den Weg, mein Wichtelgeschenk zu finden! Denn morgen dürfen die Päckchen aufgemacht werden, aber meins war noch immer nicht angekommen. 
Da fing ich an zu grübeln und rief bei der örtlichen Poststelle an und tatsächlich war es schon längst da und wartete nur darauf abgeholt zu werden!

..und wer ist mein Wichtel? Frau Nahtaktiv höchst persönlich! 


Die Kleinen stürzten sich sogleich auf das Paket und fragten mich den ganzen Tag, warum ich es nicht aufmache, was da drinnen ist und wieso überhaupt das Geschenk für mich ist!?

Ich bin ja genauso aufgeregt und gespannt auf den Inhalt, aber die Auflösung gibt´s erst morgen und bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht!



..eure Susanna





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