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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Erntefrisch aus Omas Küche, ein Hagebutten-Kumoi Pie..


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Die zweite Nähblogger-Themenwoche hat begonnen 
und diesmal dreht sich alles um das Thema 
Herbst!

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Zusammen mit

Ellen von Ellen´s Schneiderstube
Eva von Kartoffeltiger
Marita von maritabw macht´s möglich
Susi von Susi näht 
und natürlich Sonja von The Crafting Café, die Erfinderin der Themenwoche,

wollen wir mit euch den Herbst willkommen heißen!

Denn die Themenwoche ist eine ideenreiche Sammlung von herbstlichen Rezepten, Nähwerken und Basteleien, schönen Tutorials, gruseligen Ideen für Halloween und Buchvorstellungen, die Lust auf kuschelige Leseabende machen!

Jede der teilnehmenden Bloggerinnen hat sich passend dazu tolle Beiträge überlegt! Welche, wird sogar schon verraten!!

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In meiner Woche zeige ich euch diesmal keine Nähwerke, stattdessen gibt´s leckere und doch einfache Rezepte und kinderleichte Basteleien aus den Schätzen der Natur..


Tag 3  nehm ich euch mit zum Erntedankfest. Denn für die vielen Leckereien, die der Herbst mit sich bringt, kann man ruhig dankbar sein!

Im Garten meiner Eltern gibt´s zwar nicht so viel zu ernten, da tummeln sich eher Blumen und Laubbäume aller Art, doch habe ich zwei ganz besonders schmackhafte Exemplare gefunden!

Ein Wildrosen-Strauch voller süßer Hagebutten und ein prächtiger Kumoi-Baum schenkten mir die Zutaten für mein heutiges Rezept, einen Hagebutten-Kumoi Pie mit echter Vanillesoße!

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Die Hagebutte ist ein Angehöriger der Familie der Rosengewächse.Vielerorts werden die Hagebutten generell als Heckenrose, Hagen Rose oder Schlafdorn bezeichnet.

Hagebutten sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen, wie Vitamin C und A. 

Hier zu Lande kennt man sie meist in Form eines Hagebuttentees, doch man kann viele köstliche vor allem süße Gerichte daraus zaubern. In Schweden zum Beispiel, ist die Hagebutten-Suppe ein alter Klassiker.

Als Kind war mir die Hagebutte eher als Juckpulver bekannt, mit dem uns die wilden Jungs gejagt haben und ärgern wollten.

Es gibt verschiedene Arten von Hagebutten. Giftig ist davon keine, doch schmecken manche besser als andere.
Ist die Frucht leuchtend rot kann schon geerntet werden. Man muss demnach nicht den ersten Frost abwarten..


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Kumoi, auch unter Nashi-Birne oder japanische Birne bekannt hat ihren Ursprung in China und schmeckt wie eine Mischung aus Birne und Apfel.

Es gibt diese Apfelbirnen schon seit ein paar Jahrhunderten. Die Früchte sind kugelig, vergleichbar mit einer kleiner wüchsigen Apfelsorte im Durchmesser und weisen eine harte, fast raue Haut auf. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kumoi nicht schmeckt, wenn die Frucht noch nicht ganz reif ist, da die Schale dann sehr bitter ist.
Reif schmeckt sie wirklich gut, sehr süß und sehr saftig. Und dann geht´s aber super schnell, dass die Frucht überreif und nicht mehr zu genießen ist.

Das heißt, ist die Kumoifrucht reif, dann schnell verschenken, essen oder verarbeiten.
Daher gibt´s heute von mir einen Hagebutten-Kumoi Pie! Aber keine Sorge, wer keinen Kumoi zur Hand hat, nimmt einfach Äpfel, so wie es auch im Originalrezept geschrieben steht!

Der Pie schmeckt noch warm und mit Vanillesoße serviert am besten!


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Zutaten

Mürbteig:
120 g Butter, zimmerwarm
180 g Mehl
60 g Staubzucker
1 Eigelb

Füllung:
1 kg Hagebutten
4 -5 Kumoi oder Äpfel
Zimt
Zucker
 
1. Den Ofen auf 150 °C vorheizen.

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2. Für den Mürbteig alle Zutaten in einer Schüssel mischen, bis der Teig gut verarbeitet ist. Gerne kann man dafür die Hände benutzen.

3. Den Teig in eine Kuchenform von etwa 22 cm geben und mit den Händen verteilen und drücken, sodass der Teig etwa 3 mm dick wird. Der Teig soll den Boden und die Kuchenformseite hinauf bis zur Kante decken. Den Teig etwa 15 Minuten im Kühlschrank kühlen lassen.

4. Während die Füllung vorbereitet wird, den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 10 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

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4. Den Kumoi oder die Äpfel schälen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.

5. Die Kumoi-Scheiben in eine Schüssel geben und mit etwas Zimt und Zucker gut vermengen.

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6. Die Hagebutten waschen, in einen Topf geben und die Hagebutten mit Wasser bedecken.

7. Die Hagebutten ca 20 Minuten kochen lassen, bis sie weich bis matschig werden.

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8. Die Hagebutten entweder mit einem Mixer oder mit einem Stampfer pürieren.

9. Die pürierten Hagebutten durch ein Sieb passieren.

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10.  Die Kumoi-Scheiben auf dem vorgebackenen Teig verteilen und mit Hagebutten-Püree bedecken.

11. Den Pie im vorgeheizten Ofen etwa 20 - 25 Minuten backen.

Der Pie schmeckt warm sehr lecker, aber mit etwas Vanillesoße noch viel besser!

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Vanillesoße:
4 Eigelb
90 g Zucker
1 Vanillestange
300 g Schlagsahne
80 g Milch
20 g Butter

12. Die Vanillestange längs der Hälfte teilen und die Vanillesamen auskratzen. Die Vanillesamen und die Stange in einen Topf geben.

13. Schlagsahne und Milch in den Topf dazu geben und aufkochen.

14. Die Vanillestange aus der Milch nehmen und die Milch in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung gießen, dabei unbedingt gut umrühren, damit das Ei nicht stockt.

15. Dann die Vanillecreme zurück in den Topf gießen und leicht aufkochen, dabei die ganze Zeit rühren, bis die Creme dicker wird.

16. Den Topf von der Herdplatte nehmen und die Butter unterrühren.

17. Die Vanillecreme auskühlen lassen und zum Hagebutten-Kumoi Pie servieren!

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Wer will, kann mit mir noch auf einen Abstecher zum Erntedankfest kommen. Denn wird für die Ernte gedankt, dann weiß man, dass der Herbst tatsächlich schon begonnen hat!

Vor etwa 2 Wochen besuchten meine Mädels und ich meine Eltern am Land und wie es der Zufall wollte, kamen wir genau richtig, um das örtliche Ertedankfest mitzuerleben.

Ich war schon viiiiele Jahre nicht beim Erntedankfest dabei und meine Erinnerungen daran sind eher nicht so positiv. Als Teeny fand ich es voll öd und uncool und doch insistierte meine Mama viele Jahre darauf, dass wir Kinder uns den Erntedankumzug anschauen.
Das war so fies, denn der Umzug war immer viel zu früh und es war immer viel zu kalt!!!

Ausserdem ist es doch jedes Jahr das Gleiche! Sieht man Fotos davon, kann man durch die Trachtenkleidung ja nicht Mal erkennen in welchem Jahr man sich befindet! Nur die Menschen auf den Bildern werden größer und älter!

Ich konnte jedenfalls schwer etwas damit anfangen und stellte den Wecker lieber auf snooze.

Doch Irma und Ruby sind noch keine Teenies und mit früh aufstehen haben diese beiden Mädels wahrlich kein Problem!

In diesem Alter ist so ein Umzug noch sehr aufregend! Vor allem, wenn man auch noch dabei sein darf, einen Traktor Erntedankfest-tauglich mit schönen bunten Blumen zu schmücken.

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Meine Eltern sind Mitglieder des Lions Clubs und die sind natürlich auch beim Umzug dabei. Am Tag vor dem Erntedankfest wird jedes Jahr ein Traktor samt Anhänger geschmückt. Dazu gibt´s Kaffee und Kuchen und etwas Klatsch und Tratsch.

Dieses Jahr durften wir Mädels mit und es wurde für uns ein richtig schöner Spätsommer-Tag! Es war warm, der Kuchen schmeckte und wir waren alle drei von der schönen Blütenpracht begeistert!
Aber die Fahrt mit dem grünen Oldtimer war dann doch das Highlight des Tages!

Nach getaner Arbeit gab´s noch einen reichlich gedeckten Tisch im Garten, mit warmen Leberkas, frischn Weckal und guadn Senf.
Leberkäse ist ja nicht ganz mein Ding, aber zum ersten Sturm des Jahres, wollte ich nicht nein sagen.

Sturm - Ein durch das Pressen (Keltern) gewonnener Fruchtsaft wird Most genannt. Der Begriff „Most“ leitet sich vom lateinischen „mustum“ ab, was so viel bedeutet, wie „junger Wein“. Es gibt verschiedene Mostsorten, so unterscheidet man zum Beispiel Apfel- und Birnenmost. Der Traubenmost ist die Vorstufe zum Wein, aus ihm wird nach einiger Zeit der Sturm. Sturm ist nicht mehr Most und noch kein Wein. 
Regel Nummer 1 eines Sturmtrinkers ist: Statt „Prost“ sagt man „Mahlzeit“, solange das Getränk ungetauft ist..(guteKüche.at)


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Meine süße schüchterne Irma traute sich dann doch nicht im Traktor-Anhänger mitzufahren und so standen wir am nächsten Morgen aufgereit am Wegesrand und schauten zig Musikkapellen und einem hübsch geschmückten Wagen nach dem anderen beim Vorbeifahren zu.

Ruby knozte im Wagen und Irma sammelte massig Bonbons auf, die durch die Luft flogen. Dann kam noch jemand mit Würstchen und Brot und somit war das Frühstück gedeckt!

Und was soll ich sagen..
Auf den Erntedankumzug ist Verlaß! Hier sind die Beweisfotos oder könntet ihr sagen, aus welchem Jahr diese Bilder stammen?!

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Also alles beim Alten, bloß dass bekannte Gesichter plötzlich um 20 Jahre gealtert sind und eigentlich alle in Begleitung von kleinen Zwergen waren.

Das war schon eigenartig, denn in solchen Momenten wird einem bewußt, dass man ja selber um genauso viele Jahre gealtert ist!

Aber nun will ich nicht so sein, denn mittlerweile habe ich Tradition sehr zu schätzen gelernt. Sie fördern eine schöne Gemeinschaft und können tatsächlich sehr unterhaltsam sein! Fad oder uncool? Es ist doch immer so, wie man´s sich macht!

Ausserdem muss ich zugeben, dass ich es sehr nett fand, mit meinen Mädels da am Straßenrand rumzulungern und den lieben Menschen zuzusehen wie sie freudig Richtung Party marschierten.

Am Nachmittag gesellten wir uns dazu und hatten wirklich eine lustige Zeit alle miteinander!

Sollte es der Zufall nächstes Jahr auch so einrichten, dann sind wir wieder gern dabei! Mahlzeit!

..und nicht vergessen!

Jeder der möchte, kann sich einbringen und seine Ideen rund um den Herbst


bei Eva´s LINKPARTY ..


..oder in der google+ Gruppe Laubgeflüster


..oder in der facebook Gruppe


verlinken oder einfach drin stöbern!


Ich freu mich, wenn ihr dabei seid!


Schaut noch unbedingt bei den schön herbstlichen Beiträgen der anderen vorbei!!

Schön, dass ihr heute wieder dabei wart!


..eure Susanna


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Dienstag, 20. Oktober 2015

An Regentagen gibt´s Kumoi-Pie..

An Tag drei unseres Urlaubs am Lande dachte sich der Sommer, "ich mach mal Pause" und die Temperatur sank auf unter 15 °C. Da weinten sogar die Engel die Tage hindurch :(

Irma fand trotzdem keine Zeit für Langeweile, denn ihr Cousin Heki war ja da! Beide haben so viel Energie und kennen nichts besseres als zu Springen und zu Hüpfen. Und wir Großen waren nur froh, dass sie dies miteinander machen konnten.
Damit sie aber nicht das ganze Haus auf den Kopf stellten, fuhren wir in den Tierpark und mein Vater ging mit den beiden im Wald spazieren, Hasen suchen..


Morfar mit den Kleinen auf Hasenjadt


..und wir backten gemeinsam mit den Kleinen Leckereien.

Ich wollte ja schon immer einmal einen richtigen american double crust pie backen. So einen wie im Film mit Deckel drauf. Mmmh..die sehen immer so yummy aus! Und da wir Kumoi zum Umfallen hatten, sollte es ein Kumoi-Pie werden..

Meine Eltern haben einen Kumoibaum. Im Garten meiner Eltern ist es der einzige aller Fruchtbäume, der überlebt hat und das in voller Pracht. Jedes Jahr trägt er Tonnen von Kumoi!




Kumoi ist eine chinesische Frucht, die wie eine Mischung aus Birne und Apfel schmeckt. Es gibt diese Apfelbirnen (Nashi) schon seit ein paar Jahrhunderten. Die Früchte sind kugelig, vergleichbar mit einer kleiner wüchsigen Apfelsorte im Durchmesser und weisen eine harte, fast raue Haut auf. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kumoi nicht schmeckt, wenn die Frucht noch nicht ganz reif ist, da die Schale dann sehr bitter ist.
Reif schmeckt sie wirklich gut, sehr süß und sehr saftig. Und dann geht´s aber super schnell, dass die Frucht überreif und nicht mehr zu genießen ist.

Das heißt, ist die Kumoifrucht reif, dann schnell verschenken, essen oder verarbeiten. Zeit für american Kumoi-Pie!!

Aber einen solchen Pie zu backen hat schon so seine Tücken. Ich nahm das Double Crust Apple-Pie Rezept von Martha Stewart. Die sollte es ja wissen, wie´s geht!

Für denjenigen, der´s auch einmal backen möchte: Im Rezept steht, dass man 3 Pounds (etwa 1,4 kg) Äpfel verwenden soll. Mir kam dies so viel vor und dachte daher, dass sie das Gewicht der ganzen Äpfel meint, doch im Nachhinein weiß ich, Äpfel bzw. Kumoi schälen, putzen und dann erst abwiegen! Sonst wird der Pie so platt wie meiner :(

Rezept


Die nächste große Schwierigkeit für mich, war es den ausgerollten Teig schön in die Pieform  und auch den Teigdeckel drauf zu bekommen. Die Patzer versuchte ich dann mit ein paar Deko-Teig-Blätter und extra Zucker drüber zu kaschieren. Das machte es ein bißchen besser..
Dazu jedoch mehr in der folgenden Rezept-Anleitung!

Geschmeckt hat er trotzdem und ich bin motiviert, den nächsten filmreif hinzubekommen!


Rezept


Kumoi-Pie

Pie-Teig:
1 cup (etwa 230 g) Butter
2 1/2 cups (etwa 313 g) Mehl, plus mehr zum Ausrollen des Teiges
1 TL Salz
1 TL Zucker

Füllung:
3 EL Mehl
1 Eigelb
1 EL Schlagsahne
3 Pfund (1,4 kg) Kumoi oder Äpfel (geschält und geputzt!!)
2 EL Saft einer Zitrone
50 g Zucker
1 TL geriebener Zimt
1/4 TL geriebener Muscat
1 Prise Salz
1 TL Butter, in kleine Stücke geschnitten


Pie-Teig
1. Die Butter in Würfel zu etwa 1 1/2 cm schneiden und im Kühlschrank kühlen.

2. Währenddessen Mehl, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und mischen.

Teigmischmaschine
3. Die gekühlte Butter hinzufügen und mit eine Teigmischmaschine in das Mehlgemisch einarbeiten bis die Stückchen der Butter etwa erbsengroß sind.

Wer nicht weiß, was eine Teigmischmaschine ist? 
Hier ein Foto >> 


Ich habe selber noch nie davon gehört und besitze natürlich nicht so ein Ding, obwohl´s sicher praktisch ist. Also musste ich ohne klar kommen und machte den Teig in der Küchenmaschine..



4. 2 EL Eis-Wasser über die Mehl-Butter-Mischung tröpfeln und mischen. 

5. Füge 1 EL Eis-Wasser zu, mische den Teig und prüfe seine Konsistenz. Wiederhole dies bis der Teig seine Form behält, wenn man ihn in der Hand zusammendrückt.





6. Den Teig auf eine saubere Arbeitsfläche legen und zweiteilen.

..oder einen riesigen Ball formen und ihn nicht mehr hergeben wollen!





7. Die beiden Teigklumpen auf je eine Frischhaltefolie legen, platt und in Form einer Scheibe drücken. Mit der Frischhaltefolie umwickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

8. Eine sauber Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und eine Teigscheibe in der Mitte platzieren. Einen Teigroller bemehlen und die Teigscheibe damit von der Mitte aus weg von dir ausrollen. Die Teigscheibe um 1/4 drehen und wieder ausrollen. Den Vorgang wiederholen, bis der Teig etwa 3 bis 4 mm dick ist.
Den Teig beim Ausrollen zu drehen, verhindert auch das Festkleben auf der Arbeitsfläche. Mit einem trockenen Backpinsel kann man überschüssiges Mehl von der Teigscheibe wegpinseln.

9. Eine Pieform mit Butter einfetten und bemehlen.



10. Am besten die Teigscheibe über ein Stäbchen rollen und über der gebutterten Form entrollen.  

So ein Stäbchen hatte ich natürlich auch nicht und meine Teigscheibe wurde beim In-Die-Form-Heben ziemlich löchrig. 
Meine Mama tippte mich später, den Teig auf ein Backpapier zu legen - also das Backpapier auf den ausgerollten Teig legen, alles samt Arbeitsfläche umdrehen und dann die Arbeitsfläche sanft entfernen. So liegt der Teig auf dem Backpapier. Die Pieform umgedreht auf die Teigscheibe legen und alles wieder wenden. 
Das ist wahrscheinlich auch nicht der Hit, aber sicher tausend Mal besser als mit blossen Händen rumzuwerkeln!

11. Den Teigüberschuss am Rand mit einem Schälmesser entfernen. Etwa 2,5 cm des Teiges über den Rand lassen und unter den Rand der Form drücken. Im Kühlschrank für etwa 30 Minuten rasten lassen.



Füllung
12. Den Ofen auf 210 °C vorheizen.

13. Das Eigelb mit der Sahne zusammenrühren und auf die Seite stellen.

14. Kumoi bzw. Äpfel schälen, putzen und in Scheiben scheiden.


Mit 1,4 kg Äpfel im Rezept werden tatsächlich die bereits geschälten und geputzten Äpfel gemeint. Ich konnte mir das nicht vorstellen, denn 1,4 kg sind eine ganze Menge! Aber seht euch meinen Pie an! Platt wie eine Kuhflade, nix da mit applepie wie im Film! Da muss einfach noch mindestens das doppelte an Füllung rein!


Rezept


 

15. In einer großen Schüssel Kumoi/Äpfel-Stücke, Zitronensaft, Zucker, Mehl, Zimt, Muskat und Salz zusammenfügen und am besten mit den Händen kurz durchmischen.

16. Den gekühlten Pie-Boden mit der Kumoi/Apfel-Mischung befüllen. Mit Butterstückchen bestreuen.

17. Den zweiten Teig wie den ersten ausrollen.

18. Den Rand des Pie-Bodens mit der Eier-Sahne-Mischung bepinseln.

19. Den zweiten ausgerollten Teig darüber legen. Pieboden dafür über ein langes Stäbchen rollen und über den befüllten Pieboden legen.

Und wenn man so ein Stäbchen nicht hat, dann kann man den Tip meiner Mama (Backpapier!) wahrnehmen. Bei mir kam der Tip zu spät und so musste ich mich super rumägern mit Löchern im Teig und herumflicken.. 
WIE MACHEN DIE AMIS DAS BLOSS? teigSCHEIBENKLEISTER! K**KE! *** grün und blau! ..und rosa!

20. Ist die Teigscheibe platziert, den Teigüberschuss wegschneiden. 2,5 cm des Teiges über den Rand lassen und unter den Rand falten. Den Teigrand mit einer Gabel oder mit den Fingern wellig in Form bringen.

21. Den Pie für etwa 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

22. Dann den Pie mit dem Ei-Sahne-Gemisch bepinseln und großzügig mit Zucker bestreuen.

23. Im Piedeckel zwei Schlitze überkreuz schneiden, damit der Dampf beim Backen entweichen kann.

24. Etwa 25 Minuten backen, bis der Pie hellbraun wird.
Dann die Temperatur auf 170 °C runterdrehen und etwa 25 - 30 Minuten goldbraun backen, bis die Füllung zu bubbeln beginnt.
Den Pie herausnehmen und etwas abkühlen lassen


25. Warm mit Vanilleeis serviert, schmeckt´s um so besser!

Rezept





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Freitag, 10. Oktober 2014

Äppelpaj de luxe mit Kumoi..

Meine Mama kam zu Besuch und nahm ein paar Stücke eines Kumoikuchens mit, den sie am Vortag gebacken hatte.
 
Rezept


In ihrem Garten steht ein Kumoibaum der jedes Jahr unglaublich viele Früchte trägt.

Kumoi ist eine chinesische Frucht, die wie eine Mischung aus Birne und Apfel schmeckt.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kumoi nicht schmeckt, wenn die Frucht noch nicht ganz reif ist, da die Schale dann sehr bitter ist.
Reif schmeckt sie wirklich gut, sehr süß und sehr saftig. Und dann geht´s aber super schnell, dass die Frucht überreif und nicht mehr zu genießen ist.

Das heißt für meine Eltern, ist die Kumoifrucht reif, dann schnell verschenken, essen oder verarbeiten.

Die Frucht kann man einfach wie Äpfel verarbeiten, daher ist eine gute Möglichkeit einen Kuchen zu backen!

Meine Mama fand ein Rezept für einen äppelpaj de luxe (Apfelkuchen de luxe) und musste dieses Rezept natürlich ausprobieren.
Und tatsächlich, da ist alles drin, was ein Apfel- bzw. Kumoikuchen anzubieten hat und es schmeckt!!

Eigentlich muss man jeden schwedischen äppelpaj mit Vanillesoße essen!
Aber die Stücke, die meine Mama mitnahm, waren so schnell weg, dass niemand daran dachte.
Für jeden der´s "richtig" machen möchte, hab ich ein Rezept für eine leckere Vanillesoße  beigefügt.


Äppelpaj de luxe

Mürbteig:
120 g Butter, zimmerwarm
180 g Mehl
60 g Staubzucker
1 Eigelb
Rezept

Mazarinfüllung:
190 g Mandelmasse
1 TL Kardamom, gemahlen
80 g Butter, zimmerwarm
1 Ei
3 Eigelb

Apfel/Kumoi-Füllung
4 Äpfel oder Kumoi
1 TL Kardamom, gemahlen
1 EL Zimt
50 g Mandel, gehobelt
50 g fließender honig
40 g Rohrohrzucker

Hafercrumble:
50 g Zucker
90 g Mehl
20 g Hafer
1/2 TL Backpulver
60 g Butter, zimmerwarm

Vanillesoße:
8 Eigelb
180 g Zucker
1 Vanillestange
600 g Schlagsahne
150 g Milch
35 g Butter


1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.

2. Für den Mürbteig alle Zutaten in einer Schüssel mischen, bis der Teig gut verarbeitet ist. Gerne kann man dafür die Hände benutzen.

3. Den Teig in eine Kuchenform von etwa 22 cm geben und mit den Händen verteilen und drücken, sodass der Teig etwa 3 mm dick wird. Der Teig soll den Boden und die Kuchenformseite hinauf bis zur Kante decken. Den Teig dann im Kühlschrank kühlen lassen.

4. Für die Mazarinfüllung die Mandelmasse in kleine Stücke reißen und in einer Schüssel mit dem gemahlenen Kardamom mischen. Nach und nach die Butter dazu mischen.

5. Das Ei und die Eigelb nach und nach in die Mandelmasse zu einer glatten Masse einrühren.

6. Für die Apfel- bzw. Kumoi-Füllung die Früchte schälen, entkernen und in Würfel oder Scheiben schneiden.

7. Die Äpfel bzw. Kumoi mit den anderen Zutaten in einer Schüssel mischen.

8. Für die Hafercrumble die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die Butter hinzugeben und mit den Fingern zusammendrücken sodass ein bröseliger Teig entsteht.


Rezept



9. Für die Vanillesoße Eigelb und Zucker in einer Schüssel mischen.

10. Die Vanillestange längs der Hälfte teilen und die Vanillesamen auskratzen. Die Vanillesamen und die Stange in einen Topf geben.

11. Schlagsahne und Milch in den Topf dazu geben und aufkochen.

12. Die Vanillestange aus der Milch nehmen und die Milch in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Mischung gießen, dabei unbedingt gut umrühren, damit das Ei nicht stockt.

13. Dann die Vanillecreme zurück in den Topf gießen und leicht aufkochen, dabei die ganze Zeit rühren, bis die Creme dicker wird.

14. Den Topf von der Herdplatte nehmen und die Butter unterrühren.

15. Die Vanillecreme auskühlen lassen.

16. Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen.

17. Auf den Teig zuerst die Mazarinfüllung und darauf die Apfelfüllung gleichmäßig verteilen. Darüber noch die Hafercrumble streuen.

18. Den Kuchen bei 175 °C etwa 35 - 40 Minuten backen.

19. Den Kuchen etwas abkühlen lassen und darüber die Vanillesoße gießen.

 


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